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Eine Nachfinanzierung tritt meist im Bereich der Baufinanzierung auf. Diese wird dann notwendig, wenn sich die Kosten innerhalb der Kreditlaufzeit verändern.

Eine Nachfinanzierung kann entweder beim selben Kreditgeber oder, im Falle der erreichten Beleihungsgrenze, bei einem anderen Kreditgeber erfolgen. In beiden Fällen ist eine Nachfinanzierung meist mit relativ hohen Zinsen verbunden, da bereits eine offene Schuld durch den Grundkredit besteht.

Die so genannte Nachrangfinanzierung ist eine spezielle Form des Darlehens. Sie wird nachrangig im Grundbuch vermerkt und nach den bereits vorhandenen Grundbuchspfandrechten eingetragen.

Da dadurch nicht zurück gezahlte Darlehensbeträge erst nach der Tilgung der erstrangigen Darlehen über die Immobilie eingeholt werden können, sind die Nachrangfinanzierungen im Vergleich zu anderen Darlehen relativ teuer.

Vor allem im Börsengeschäft und hier in erster Linie im Terminhandel wird mit Nachschuss-Schwelle gearbeitet. Überschreitet der Darlehensnehmer diese Schwelle, so muss er für eine Nachdeckung seines Kredites sorgen, da die bisherigen Sicherheiten nun nicht mehr genügen, um die Forderung gegenüber dem Gläubiger abzudecken.

Man spricht hier dann von einer so genannten Nachschussaufforderung, die der Schuldner dann hinterlegen muss. Durch diese Maßnahme wird sichergestellt, dass der Schuldner in der Lage ist, seiner finanziellen Verpflichtung nachzukommen. Meist ist diese Nachschussaufforderung eine sehr kurzfristig zu erledigende Maßnahme und vor allem beim Handel mit amerikanischen Warenbörsen beträgt der Zeitraum meistens nur eine Stunde. In dieser Frist muss die Nachschussaufforderung getätigt worden sein.

Bei der Nachschussvereinbarung handelt es sich um eine vertragliche Regelung zwischen zwei Vertragspartnern. Es wird festgelegt, dass eine Partei Sicherheiten erbringen muss, falls die festgesetzte Nachschuss-Schwelle überschritten wird. Es handelt sich um Forderungen der anderen Partei gegenüber dem Schuldner. Denn wenn diese Grenze überschritten wird, ist die Absicherung dieser Forderungen nicht mehr ausreichend und der Schuldner hat neue Sicherheiten vorzulegen.

Diese Nachschussvereinbarungen kommen bei Wertpapierlombardkrediten oder auch bei Effektenlombardkrediten zum Einsatz. Ein Darlehen wird hierbei durch die Verpfändung von börsengängigen Wertpapieren abgesichert. Diese Papiere befinden sich im Depot des Darlehensnehmers. Es müssen neue Wertpapiere verpfändet werden, wenn die Summe der Wertpapiere zur Absicherung nicht mehr ausreicht. Ist der Antragssteller nicht in der Lage, neue Papiere zu verpfänden so hat die Bank das Recht, Wertpapiere, die bereits verpfändet sind, zu verkaufen und damit die Schuld auszugleichen. So kann dann auch die Nachschuss-Schwelle nicht weiter überschritten werden.

Eine Nachweismakelei war eine erlaubnispflichtige Finanzdienstleistung und war dazu gedacht, bestimmte Finanzinstrumente oder Verkäufer dieser Finanzinstrumente zu empfehlen.

Kurz gehalten war die Nachweismakelei dafür gedacht,

  • Institute zum Abschluss für Finanzinstrumente
  • Institute zum Erwerb von Finanzinstrumenten
  • Vermögensberater
  • Anlagen bestimmter Finanzinstrumente

 zu empfehlen.

Die Nachweismakelei gehört allerdings nun nicht mehr zu den erlaubnispflichtigen Dienstleistungen aus dem Bereich der Finanzen und es ist keine Erlaubnis durch die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen) für die Empfehlungen mehr nötig.

Bei Naked Warrants handelt es sich um nackte Optionsscheine, die ohne Optionsanleihe ausgegeben und gehandelt werden. Die Naked Warrants werden als eigenständige Wertpapiere ausgegeben. Beim Kauf können sie sowohl als Call-Optionsschein als auch beim Verkauf als Put-Optionsschein vorkommen. Grundsätzlich werden Naked Warrants verbrieft, wie jeder andere Optionsschein auch, sie können allerdings mit einer bestimmten Menge des Basiswertes zu einem festgesetzten Bezugsverhältnis oder zu einem zuvor vereinbarten Basispreis gekauft oder auch verkauft werden.

Des Weiteren ist es möglich, sie zu einem vorher festgelegten Fälligkeitstermin, man spricht dann von der europäischen Option, oder innerhalb einer bestimmten Optionsfrist, in diesem Fall spricht man von der amerikanischen Option, gekauft oder verkauft werden.
Beim Handel mit Naked Warrants erfolgt üblicherweise keine Lieferung des Basiswertes. Es erfolgt meist ein Barausgleich. Hierbei wird dann die Differenz zwischen dem zeitgemäßen Marktkurs des Kassakurses (Basiswert) und dem festgesetzten Strike (Basispreis) unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses zugrunde gelegt.

Das Wort Namensaktie sagt aus, dass der Aktionär oder auch Teilhaber mit seinem Namen und seiner Adresse, mit seinem Geburtsdatum und der Stückzahl in das Aktienregister der entsprechenden Aktiengesellschaft eingetragen werden muss. Anstelle der Stückzahl ist es auch möglich, dass die Aktiennummer oder bei Nennbetragsaktien der Betrag in das Register eingetragen wird.

Dass der Inhaber von Namensaktien verpflichtet ist, die oben genannten Daten anzugeben, wird im Aktiengesetz, dem AktG, geregelt. Die Satzung der jeweiligen Aktiengesellschaft kann darüber hinaus nähere Bestimmungen vorsehen. Der Aktionär hat das Recht, jederzeit Auskunft über sich und die eingetragenen Daten zu verlangen.

Dem Unternehmen sind die Aktionäre durch die Namensaktien namentlich bekannt. Nur diese eingetragenen Personen sind zur Ausübung der Aktionärsrechte berechtigt und gelten in der Gesellschaft als Aktionäre. Die Rechte können eingeschränkt oder auch ganz wegfallen, wenn die Namenseintragung fehlt.

Möchte man die Namensaktie auf eine andere Person übertragen, so ist dies mit einer Löschung und einer Neueintragung möglich. Dazu werden eine Mitteilung und ein Nachweis benötigt. Durch eine dingliche Einigung und der Übergabe der so genannten indossierten Aktie, erfolgt dann die Übertragung. Man spricht in diesem Fall von einem geborenen Orderpapier. Das Indossament besitzt nur Transport- und Legitimationsfunktion, daher wird es in der Praxis oftmals durch eine Zessions-Blankoerklärung ersetzt, was bedeutet, dass eine Abtretung der Aktionärsrechte vorgenommen wird.

Eine Besonderheit ist die vinkulierte Namensaktie. Hier wird zusätzlich die Zustimmung der Aktiengesellschaft benötigt, wenn man die Aktien auf einen neuen Käufer übertragen möchte. In der Satzung des Unternehmens wird festgelegt, wann eine Übertragung beispielsweise abgelehnt werden kann. Das bietet der Gesellschaft den Vorteil, dass eine Eintragung ins Aktienregister nicht vergessen wird, und das Unternehmen den Überblick über die vorhandenen Aktionäre nicht verliert.

Weitere Vorteile von Namensaktien sind die einfache Bindung und Pflege zwischen dem Aktionär und der Aktiengesellschaft. Es muss keine Depotbank zwischengeschaltet werden. Eventuelle Verschiebungen in der Struktur der Aktionäre können leicht erkannt werden. Die gesetzlich festgelegten Bestimmungen von Namensaktien bieten darüber hinaus ein Frühwarnsystem zum Schutz vor unrechtmäßigen Übernahmen.

Unter dem Begriff Namensanteil versteht man das namentliche schriftliche Festhalten von Teilhabern eines Sondervermögens. Diese Sondervermögen gehören Kapitalanlagegesellschaften (Investmentfonds). Mit diesem Vorgehen erfolgt dann keine Ausgabe von Anteilsscheinen.

Die Erwerber der Fonds werden lediglich in ein Register der Kapitalanlagegesellschaft aufgenommen. Im deutschen Investmentgesetz, auch kurz InvG genannt, wird die Ausgabe von Anteilsscheinen geregelt und festgeschrieben.

Spricht man von der Namensidentität, so handelt es sich um Regelungen in der gesamten europäischen Union für die Bezeichnung von Kreditanstalten. Das europäische Gemeinschaftsrecht, oder auch Europarecht genannt, legt fest, dass auch außerhalb der EU die Kreditinstitute bei Verrichtung ihrer Arbeit denselben Namen verwenden dürfen, wie im Land ihres Hauptsitzes. Aufsichtsrechtliche Bestimmungen im Europarecht regeln das.

Es ist hierbei vollkommen unwichtig, welche gesetzlichen Bestimmungen über die Benutzung der Worte, Sparkasse, Bank oder anderer Bankbezeichnungen im Mutterland vorliegen.

Als Namenspapier bezeichnet man eine bestimmte Art von Wertpapieren. Diese werden auf den Namen des Inhabers ausgestellt und werden daher auch häufig Inhaberpapier genannt. Man unterscheidet drei Arten von Namenspapieren, die Inhaberpapiere, die Orderpapiere und die Rektapapiere. Die gesetzliche Grundlage für alle drei Varianten stellt das BGB, das Bürgerliche Gesetzbuch, dar.

Die NASDAQ – die erste elektronische Börse

Bei ihrer Gründung am 8.2.1971 war die NASDAQ die erste elektronische Börse. Gemessen an der Anzahl der in der NASDAQ gelisteten Unternehmen ist es immer noch die größte elektronische Börse in den USA. Gegründet wurde die NASDAQ von der National Association of Securities Dealers (NASD). Die vollelektronische Handelsplattform befindet sich am Times Square in Manhattan in New York. Die NASDAQ besteht aus zwei Teilen, dem National Market und dem Small-Cap-Market. Es gibt NASDAQ-Börsen in Japan und Kanada und eine enge Verbindung zu den Börsen in Hongkong und Europa. Sinn der NASDAQ ist es, mehreren Marktteilnehmern den gleichzeitigen Handel über das Electronic Communication Network (ECN) zu ermöglichen.

1984 wurde dann das Small Order Execution System (SOES) eingeführt, um auch bei einem hohen Handelsaufkommen die Ausführung der einzelnen Orders sicherzustellen. Gehandelt wird an der NASDAQ zwischen 9.30 und 16.00 Uhr Eastern Standard Time, was Handelszeiten von 15.30 bis 22.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit entspricht. Mit der pre-market-session und der after-market-session wurden zu handelsschwächeren Zeiten zwischen 7.30 und 9.30 Uhr beziehungsweise 16.00 und 20.00 Uhr Eastern Standard Time weitere Handelsmöglichkeiten eröffnet.

Im Jahr 1998 fusionierte die NASDAQ mit der American Stock Exchange. Seit dem Jahr 1999 sind in der NASDAQ etwa 50 Prozent aller US-amerikanischen Unternehmen gelistet und sie gilt als die größte Börse der Vereinigten Staaten. Am 27.2.2008 schloss sich die NASDAQ mit der schwedischen Börse OMX zusammen. Dieser Zusammenschluss kostete 2,73 Milliarden und seither ist die Bezeichnung NASDAQ OMX Group offiziell. Die Marktkapitalisierung der NASDAQ beträgt seitdem etwa 7,1 Milliarden US-Dollar.

Unter Nebenfonds versteht man Sonderfonds, die außerhalb der genehmigten beziehungsweise geplanten Budgets ausgegeben worden sind. Man spricht oftmals auch von Extrafonds und besonders in schweren Krisensituationen oder auch bei schwerwiegenden Vorkommnissen wurden diese Nebenfonds gerne verwendet.

Bestes Beispiel waren hier die Ereignisse der Weltwirtschaftskrise bei der vor allem staatliche Behörde lebhaften Gebrauch davon gemacht haben. Mittlerweile sind diese Fonds aber nicht mehr gestattet und völlig von der Bildfläche verschwunden. In der heutigen Zeit tritt der Begriff Extrafonds nur noch dann auf, wenn manche Unternehmen auf besonders hohe Renditechancen bei Fonds hinweisen möchten. Mit dem ursprünglichen Begriff des Nebenfonds aber hat dies nichts mehr gemeinsam.

Von einer Nebenwährung spricht man, wenn man zur eigentlichen Haupt-Landeswährung eine zusätzliche Währung bereitgehalten wird. Man nennt die Nebenwährung deshalb auch Alternativwährung oder Zweitwährung.

Viele Länder mit einer sehr hohen Inflationsrate und einer instabilen Währung greifen zu dieser Maßnahme. Vorbeugend dient dies auch, um das Vertrauen der eigenen Bürger in die Landeswährung zu stärken. Als Nebenwährung wird meistens eine sehr starke und weit verbreitete Währung gewählt. Besondere Favoriten sind hierbei immer der US-Dollar, das britische Pfund und auch der Euro. Allerdings können als Nebenwährung auch Rohstoffe wie Erdöl oder Gold und Diamanten verwendet werden. Auch die Nutzung von Immobilien und sonstigen materiellen Güter werden oft als Nebenwährungen genutzt.

Ein Negativeintrag in der Schufa kommt zustande, wenn der Schuldner einer Zahlungsverpflichtung nicht nachgekommen ist. Macht der Gläubiger seine Ansprüche mit Hilfe eines Mahnverfahrens bzw. eines Vollstreckungsbescheides geltend, so führt dies zu einem negativen Schufa-Eintrag. Negative Schufa Einträge führen dazu, dass z. B. Kredite nicht gewährt oder Vertragsbeziehungen nicht eingegangen werden, z. B. Handyverträge.

Wurden alle offenen Forderungen bezahlt, kann man das Negativmerkmal wieder austragen lassen. Allerdings besteht meist eine Drei-Jahres-Frist, d. h., so lange bleiben die Einträge bestehen. Anschließend werden sie in ein neutrales Merkmal in der Schufa geführt. Auch dieses kann für die Kreditinstitute, selbst bei Erledigung, noch negativ bewertet werden.

Der Nennwert ist grundsätzlich der tatsächliche und gesetzlich festgelegte Wert eines Zahlungsmittels wie z. B. einer Münze, eines Geldscheines oder auch von Aktien.

Der Nennwert wird auch Nennbetrag oder Nominalwert in der Fachsprache genannt. In der Regel ist der Nennwert auch stets auf dem Zahlungsmittel aufgedruckt und wird im üblichen Falle von der jeweiligen Nationalbank festgelegt. In Ausnahmefällen übersteigt aber oftmals auch der Wert den gesetzlichen Wert um einiges. Dies trifft vor allem bei Sammlermünzen zu wo der Sammlerwert bestimmend ist.

Überwiegend findet sich der Nominalwert oder Nennwert im Wertpapiergeschäft wieder. Hier ist es alltäglich, das diese Werte von den aktuellen Kurswerten der Wertpapiere abweichen. Vor allem bei Schuldverschreibungen kann es durchaus vorkommen, das der Kurs höher steht als der Nennwert und deshalb vom Käufer auch der höhere Kurs bezahlt werden muss.

Unter dem Begriff Nettodarlehensbetrag versteht man den eigentlichen Darlehensbetrag, den der Kreditnehmer ausbezahlt bekommt. Zinsen und Kreditnebenkosten sind somit nicht im Nettodarlehensbetrag enthalten.

Der Nettodarlehensbetrag ist unter anderem die Grundlage für die Berechnung der Nebenkosten, Zinsen oder Bearbeitungsgebühren. Der Nettodarlehensbetrag wird von vielen Kreditgebern auch als Auszahlungsbetrag bezeichnet.

Als Nettokreditbetrag bezeichnet man jeden Betrag, der bei einem Kredit an den Kreditnehmer ausbezahlt wird. Dieser Betrag setzt sich aus dem vereinbarten Kreditbetrag, abzüglich der Kreditkosten zusammen.

Die üblichsten Kreditnebenkosten sind die Kreditzinsen, Bearbeitungsgebühren, Vermittlungskosten oder eine Restschuldversicherung. Die Auszahlung des Nettokreditbetrags kann entweder bar, per Scheck, aber auch mittels Überweisung erfolgen.

Der Begriff Nettoverschuldung wird vor allem bei Unternehmen angewandt und kommt dort häufig zum Tragen. In der modernen Buchführung ist die Nettoverschuldung auch als Nettofinanzverbindlichkeit geläufig und definiert einen bereinigten Schuldenstand.

Rechnerisch gesehen ist die Nettoverschuldung zusammengefasst die Summe aller kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten, dazu gehören Kredite bei der Bank, Baudarlehen etc., abzüglich von flüssigen Geldmittel wie dem Bestand der Kasse und abzüglich aller kurzfristigen Geldanlagen. Zu diesen gehören Wertpapieranlagen, Tagesgeldkonten, Festgeldkonten oder andere Anlageformen. Diese Beträge bereinigt ergeben dann die Nettoverschuldung eines Betriebes wieder.

Neuemmission – die neue Form der Aktie

In Deutschland bezeichnet das Wort Neuemission das „Going Public“ oder IPO (Initial Public Offering) einer Aktie. Es ist ein neu an die Börse gekommener Wert, wobei es keine Rolle spielt, ob das Unternehmen vorher schon einmal an die Börse gegangen, also ein Widereinsteiger oder ein Neuling auf dem internationalen Parkett ist. Es ist nicht zwingend notwendig, dass ein Unternehmen an die Börse geht, aber eine Neuemission bringt viele Vorteile mit sich.

Zum einen dient es der Erhöhung des Eigenkapitals, sprich, die Aktien werden ausgegeben, um ein gewisses Maß an Eigenkapital zu beschaffen, was für Investitionen, Erhöhung der Marktanteile und Festsetzung der Wettbewerbsposition genutzt werden kann.

Für kleinere Unternehmen ist es meist unmöglich, an die Börse zu gehen, da die Neuemission eine kostspielige Angelegenheit ist.

Eine Neuemission wird nicht vom Unternehmen selbst, sondern von einem Zusammenschluss von Banken durchgeführt. Es gibt eine so genannte Zeichnungsfrist, in der es möglich ist, Aktien des Unternehmens bereits vor dem ersten Börsengang zu erwerben. Vor etlichen Jahren noch war es möglich, durch solche Aktienbestellungen hohe Zeichnungsgewinne zu erzielen, da die Aktie vor dem Börsengang zu einem niedrigeren Preis angeboten wurde. Heutzutage ist diese Preisspanne aber kleiner geworden, so dass es kaum noch einen Unterschied macht, zu welchem Zeitpunkt man die Aktien erwirbt. Nach der Nachfrage innerhalb der Zeichnungsfrist richtet sich auch der spätere Abgabepreis der Aktie. Liegt eine hohe Nachfrage vor, erhöht sich auch dementsprechend der Ausgabepreis und umgekehrt. Erst mit dem Börsengang legt ein amtlicher Börsenmakler den Kurs der Aktie fest.

Der japanische Aktienindex Nikkei

Herausgegeben wird der japanische Aktienindex Nikkei seit 1971 von der Tageszeitung Nihon Keiza Shimbun, kurz Nikkei genannt. Sie erscheint in einer Auflage von etwa drei Millionen landesweit und es gibt darüber hinaus eine internationale Ausgabe, die so genannte Japanische Wirtschaftszeitung. Gegründet wurde der Nikkei unter der Bezeichnung „Neue Zeitung für Preise im In- und Ausland“ im Jahr 1876. Es dauerte aber bis zum Jahr 1950, bis der Nikkei-Aktienindex, der sich aus 225 ausgewählten Unternehmen an der Tokioter Börse zusammensetzt, erstmals an der Börse in Tokio veröffentlicht wurde. Dabei erfolgte eine Rückberechnung der Unternehmenswerte bis in das Jahr 1914. Der Nikkei ist heute der bedeutendste Aktienindex in Asien und wird nach der Dow-Jones-Methode berechnet. Dividenden, Bezugsrechte und Sonderzahlungen nehmen keinen Einfluss auf diesen Kursindex, den man dementsprechend als preisgewichtet bezeichnet. Es wird immer vom in Japan üblichen Nennwert ausgegangen, der 50 Yen beträgt.

In seiner Entwicklung hat der Nikkei den Dow-Jones-Index während seiner Geschichte bis in die 80er Jahre an Punktwerten immer deutlich geschlagen. Das liegt aber nicht zuletzt auch daran, dass im Nikkei durchschnittlich die siebenfache Menge an Unternehmen bewertet wurde, als es beim Dow-Jones-Index der Fall war. Am 7. Dezember 1988 hat der Nikkei erstmals die 30.000-Punkte-Grenze überschritten. Einen der größten Kursstürze seiner Geschichte mit 10,55 Prozent Minus erlebte der Nikkei am 15. März 2011. Ausschlaggebend dafür war die Naturkatastrophe, bei der im Kernkraftwerk Fukushima I mehrere Reaktoren explodierten. Investoren, die die wirtschaftliche Entwicklung Japans aufgrund dieses Vorfalls für nicht gesichert hielten, sorgten durch massive Aktienverkäufe für diesen Minusrekord.

Der Nominalzinssatz ist ein fester oder veränderlicher Prozentsatz, der bei in Anspruch genommenen Krediten pro Jahr auf den Kreditbetrag angewendet wird. Seit der Gültigkeit des Gesetzes zur Umsetzung der Verbraucherkreditrichtlinie wird der Nominalzins jetzt auch Sollzinssatz genannt.

Der Sollzinssatz ist der Betrag, den ein Kreditnehmer für die Dauer der Laufzeit des Kreditvertrages an den Geldgeber zahlen muss. Seit der Neuregelung der Kreditrichtlinien ist es absolute Pflicht, diesen Zinssatz im Vertrag anzugeben. Für die Festlegung des Nominalzinssatzes oder Sollzinssatzes ist eine Vereinbarung auf vertraglicher Basis zwingend notwendig.

Unter dem Begriff Note versteht man umgangssprachlich eine Banknote. Die Banknote, das Papiergeld einer Währung, wird von den nationalen Zentralbanken ausgegeben. Bevor diese in den Umlauf gebracht werden, haben diese keinen Wert. Erst, wenn sie an die Kreditinstitute ausgegeben werden, lauten diese auf einen bestimmten Wert der gültigen Währungseinheit (Nominalwert).

Die nationalen Zentralbanken werden umgangssprachlich auch als Notenbank bezeichnet. Sie haben unterschiedliche Aufgaben unter anderem das Regulieren des Geldumlaufs. So zieht die Notenbank entweder Geld ein oder gibt dieses an Kreditinstitute aus.

Notenbanken sind immer für ein bestimmtes Währungsgebiet zuständig. Dieses kann sich entweder auf ein Land beschränken oder länderübergreifend sein, wie etwa bei der Europäischen Währungsunion.

Der Begriff NOVA ist eine Abkürzung für die gesetzlich vorgeschriebene Normverbrauchsabgabe. Diese wird in Österreich beim Kauf von Kraftfahrzeugen erhoben.

Die Normverbrauchsabgabe ist eine einmalige Abgabe, deren Höhe von der Art, dem Verbrauch, dem Hubraum und zahlreichen anderen Eigenschaften des Kfz abhängig ist. Die NOVA ist bei der erstmaligen Zulassung des jeweiligen Kfz zu leisten.