Der Begriff Haftgeld ist häufig in Verträgen zu finden. Wenn Haftgeld geleistet werden muss, geht es darum, das Einhalten von vertraglichen Vereinbarungen zu sichern. Das Haftgeld ist folglich immer vor dem Vertragsabschluss zu leisten. Somit hat es zwei Funktionen: die Beweisfunktion, dass der Vertrag abgeschlossen wurde, und die Sicherungsfunktion, dass die vertraglichen Vereinbarungen eingehalten werden.
Werden die Vereinbarungen nicht eingehalten, kann der Haftgeldempfänger das Haftgeld behalten. Es ist auch möglich, dass der Haftgeldgeber den doppelten Betrag des Haftgelds zurückfordert.
Als Haftpflichtversicherer bezeichnet man Versicherungsgesellschaften, die Private und Firmen gegen unterschiedliche Risiken versichern. Im Detail handelt es sich hierbei um Versicherungspakete, die den versicherten gegen Schäden an Dritte versichern.
Die bekannteste Haftpflichtversicherung ist die Kfz-Versicherung. Haftpflichtversicherer unterliegen dem Versicherungsvertragsgesetzt, dem VVG. Zudem sind aber die Allgemeinen Versicherungsbedingungen für Haftpflichtversicherungen (AHB) gültig.
Die Haftpflichtversicherung ist eine spezielle Versicherungsform, welche Privatpersonen und Firmen als Versicherte vor Schäden gegen Dritte absichert. Von der Haftpflichtversicherung müssen somit dann Leistungen erbracht werden, wenn der Versicherte einen Schaden verursacht hat. Damit die Haftpflichtversicherung eintritt, muss die Schuldfrage geklärt werden. Der Versicherte muss somit eindeutig die Sorgfaltspflicht verletzt haben. Die Grundlage der Haftpflichtversicherung ist das VVG, das Versicherungsvertragsgesetz. Die bekannteste Haftpflichtversicherung ist die Kfz Haftpflichtversicherung.
Der Begriff Handelsbuch kommt aus der Buchhaltung. Das Handelsbuch dient der lückenlosen und leicht nachvollziehbaren Aufzeichnung von Geschäften eines kaufmännisch geführten Unternehmens. Die Führung eines Handelsbuches gehört zu den Buchführungspflichten nach dem HGB, dem Handelsgesetzbuch. Außerdem werden Teile der Führung des Handelsbuches im KWG (Kreditwesengesetz) und im DepotG (Depotgesetzt) geregelt.
Als Handelsergebnis bezeichnet man ein Ergebnis in der Gewinn- und Verlustrechnung, der GuV, einer Bank. Hier werden sämtliche Verluste und Erträge aus einer Handelsaktivität oder einem Eigenhandel verglichen. Dazu zählen zum Beispiel der Handel mit Wertpapieren, verschiedene Finanzinstrumente, das Handeln mit Edelmetallen und Devisen oder ähnliche Finanzgeschäfte. Das Handelsergebnis gehört zu den wichtigsten Kennzahlen einer Bank oder eines Kreditinstitutes.
Unter dem Begriff Handelskredit versteht man eine besondere Form des Darlehens, welches von Lieferanten gewährt wird. Es handelt sich hierbei um kurzfristige Kredite, die dem Käufer in Form von längeren Zahlungszielen, zum Beispiel 30 Tage, eingeräumt werden.
Zahlt der Kunde vor Ende dieser Zahlungsfrist, erhält er häufig einen Skonto, also einen Gesamtrabatt auf den Rechnungsbetrag. Der Skonto kann entweder zeitlich gestaffelt oder konstant sein.
Im Sinn des Handelsgesetzbuches spricht man von einem Handelsmakler, wenn eine Person für Personen oder aber auch Unternehmen gewerbsmäßig, aber ohne ein Vertragsverhältnis, den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Waren aller Art übernimmt.Auf fremde Rechnung und im fremden Namen wird von Handelsmaklern gehandelt.
Der Geschäftsbetrieb muss, in Abhängigkeit von der Art oder dem Umfang des Unternehmens, im kaufmännischen Sinne organisiert sein. Nicht in die Berechtigung eines Handelsmaklers fällt der Empfang von Zahlungen oder anderer vertraglich geforderter Leistungen. Seinen Lohn für die Vermittlung ist hälftig durch die am Vorgang beteiligten Parteien zu bezahlen, insofern keine anderen Abmachungen getroffen wurden.
Die Bezeichnung Handelszeit kommt aus der Börsenwirtschaft. Als Handelszeit bezeichnet man jene Zeit, in der auf der Börse gehandelt werden darf. Bei der Deutschen Börse ist diese von Montag bis Freitag, von 9 bis 20 Uhr. Die Handelszeiten werden von der jeweiligen Börse festgelegt und müssen in regelmäßigen Abständen veröffentlicht werden.
Die Hauptversammlung ist ein Organ der Aktiengesellschaft und muss einmal im Jahr stattfinden. Eingeladen sind alle Aktionäre eines Unternehmens. Im Rahmen der Hauptversammlung wird zum Beispiel der Aufsichtsrat gewählt. Im selben Rahmen werden aber auch große Unternehmensentscheidungen durch Abstimmung getroffen, denn jeder Aktionär ist gleichzeitig auch stimmberechtigt.
Bei der Hauptversammlung unterscheidet man zwischen der ordentlichen und der außerordentlichen Hauptversammlung. Letztere wird zwischen den regulären Versammlungen bei bestimmten Anlässen einberufen.
Das beliebte Risikogeschäft – der Hedge Fond
Der Begriff Hedge Fond kommt aus dem Englischen, wobei „to hedge“ absichern bedeutet, was aber nicht mehr für die heute gebräuchlichen Hedge Fonds angewendet werden kann. Im modernen Bankenwesen bezeichnet es einen Investmentfond, der zwar hohe Renditen bietet, aber auch gleichzeitig ein nicht allzu geringes Risiko mit sich bringt, das investierte Geld wieder zu verlieren. Es ist ein Risikogeschäft, das unter Anlegern sehr beliebt ist.
Hedge, also das Absichern, bezieht sich auf die Anfänge der Hedge Fonds. Hedge Fonds wurden damals von Investoren dazu genutzt, um sich gegen Risiken abzusichern. Doch dieser Nutzen ist heutzutage nicht mehr vorhanden. Leerverkäufe werden getätigt, mit Optionsscheinen wird gehandelt und Termingeschäfte werden abgeschlossen. Riskante Transaktionen, die zu einer Reaktion an der Börse führen, da Hedge Fonds einen nicht vorhandenen Überschuss an Aktien vortäuschen. Nach der großen Finanzkrise wurden Hedge Fonds deshalb in Ansätzen verboten.
Typisch für den Hedge Fond ist der geringe Einsatz von Kapital und das Spekulieren mit Krediten. Im Falle eines Erfolges wird der Gewinn vervielfacht, doch im gegenteiligen Fall hält sich der Verlust in überschaubaren Grenzen.
Es gibt viele Anlagestrategien, die im Zusammenhang mit Hedge Fonds gebraucht werden, alle mit dem Ziel, unabhängig von der Entwicklung auf dem Kapitalmarkt eine möglichst hohe Rendite zu erzielen. Mehr als 20 Anlagestrategien stehen zur Verfügung, unter denen aber bei weitem nicht alle einem so hohen Risiko unterliegen, dass es gleich zu einem Totalverlust des investierten Geldes führen muss.
Der Hedge-Fond-Manager hat die Möglichkeit in Anleihen, Aktien aber auch Devisen und Rohstoffe zu investieren.
Der Begriff Holding ist eine Abkürzung und steht für die Rechtsform Holdinggesellschaft. Eine Holdinggesellschaft ist ein Mutterkonzern, der an mehreren Tochterfirmen beteiligt ist und diese in der Regel einheitlich leitet. Meist ist die Holdinggesellschaft auch der Sitz des Managements und steht über allen Tochterfirmen.
Wenn sich mehrere Firmen zu einer Holdinggesellschaft zusammenschließen, hat dies meist steuerliche Gründe. Die Unternehmensform der Holdinggesellschaft unterliegt dem Kartellrecht und ist eine gesetzlich anerkannte Rechtsform.
Wird für ein Haus ein Darlehen aufgenommen, so bezeichnen das die meisten Menschen fälschlicherweise als Hypothek. Richtig betrachtet, ist die Hypothek ein Grundpfandrecht, das oft als Sicherungsmittel für Kredite eingesetzt wird. Der Begriff findet sich rechtlich im Bürgerlichen Gesetzbuch unter dem deutschen Sachenrecht. Die Hypothek ist ein dingliches Recht des Gläubigers an einem Grundstück. Es handelt sich also nicht nur um Eigentum an einem Haus, sondern z. B. auch um Grundstücks- oder Wohnungseigentum sowie Erbbaurecht.
Der Gläubiger wird Hypothekar genannt. Er kann bestimmte Zahlungen in Form von Geld aus einem Grundstück fordern, was mit einer regelmäßigen Zahlung des Schuldners abgegolten wird. Kann der Schuldner nicht zahlen, kommt es zu einer Zwangsvollstreckung. Der Hypothekengläubiger kann dann das Grundstück veräußern.
Der Hypothekarkredit ist eine spezielle Kreditform, die für die Anschaffung von Immobilien oder Grundstücken vergeben wird. Nicht nur der Erwerb, auch der Bau eines Eigenheims kann über einen Hypothekarkredit fremdfinanziert werden.
Das Grundstück oder die Immobilie selbst dient hierbei als Sicherheit und kann vom Kreditinstitut verwertet werden, wenn die Kreditrückzahlungen nicht erbracht werden können. Durch diese große Sicherheit sind Hypothekarkredite meist auch zu vergleichsweise geringen Zinsen erhältlich. Wichtig beim Abschluss eines Hypothekarkredits ist, dass die Sicherheit, also das Grundstück oder die Immobilie mindestens dem Wert des Kreditbetrags entspricht.