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Unter dem Begriff Facility Agent oder Facility Manager versteht man eine spezielle Berufsgruppe, die in der Industrie, aber auch im Schulsystem häufig beschäftigt sind. Facility Agents (zu Deutsch Gebäude- oder Objektmanager) sorgen dafür, dass die vorhandene Infrastruktur und Technik eines Firmengebäudes oder einer öffentlichen Einrichtung dem Optimum entsprechen. Dazu ist es notwendig, ständige Überwachungen und Instandhaltungen, sowie die Planung von Verbesserungen, zu übernehmen.

Beim Factoring handelt es sich um sehr kurze und schnelle Geschäfte, bei denen ein Finanzinstitut – Factoring-Gesellschaft genannt- an schnelle Ankäufe von Warenlieferungen oder von Dienstleistungen jeglicher Art beteiligt ist.

Factoring kann nicht als Bankgeschäft bezeichnet werden, wie es im Sinne des §1des Kreditwesengesetzes heißt. Die Gesellschaften haben sich aber freiwillig dazu verpflichtet, sich der Bankaufsicht zu unterziehen. Beim Factoring kauft eine Gesellschaft Forderungen aus Dienstleistungen und Lieferungen eines Unternehmens auf. Diese Kunden sind meist im Bereich Handel und Produktion tätig. Sie haben in der Regel einen Mindestjahresumsatz und verfügen über einen festen Käuferkreis. Forderungen werden meist in einem Zeitraum von 90 Tagen beglichen und betragen im Durchschnitt mindestens 500 Euro.

Ein Vertrag zwischen Kunden/Unternehmen und Gesellschaft/Factor bezeichnet man als Factoring-Vertrag. Es handelt sich hierbei um einen Kaufvertrag. Das Factorunternehmen kauft hierbei die Forderungen des Kunden gegenüber einer dritten Person und verschafft somit dem Kunden einen sogenannten Liquiditätsvorschuss. Der Factor entscheidet nun, wann die Fälligkeit eingezogen werden soll. Natürlich liegt somit die Debitoren-Buchhaltung, das Inkasso- und Mahnwesen und selbstverständlich auch die Bonitätsprüfung beim Factor. Der Factor trägt somit ein sehr hohes Risiko.

Um dieses Risiko abzusichern, erhebt der Factor eine Gebühr in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes auf die Gesamtsumme. Der Eigentum der Ware liegt bis zum Abgleich der Summe beim Factor. Sobald diese und die Zinsen der Bank, die eventuell anfallen, beglichen sind, fallen die Eigentumsrechte der Ware dem Kunden des Factors zu. Die Vorteile, sich einen Factor zu suchen sind; Kostenersparnis für Verwaltung, Risikominderung und Verbesserung der Liquiditätslage.

Beim stillen Factoring handelt es sich um eine weitere Form des Factoringgeschäftes. Der Endabnehmer, der auch als Debitor bezeichnet wird, erfährt hierbei nichts über den Verkauf der Forderung durch eine Factoringgesellschaft. Das heißt, ein Factor kauft Lieferungen oder Leistungen einem Debitoren ab und der Kunde des Factors bleibt im Hintergrund. Der Debitor weiß somit nicht, dass eigentlich eine andere Firma hinter dem Kauf steht. Die Rechnung geht an die Factoringgesellschaft, die wiederum im Vorfeld oder im Nachhinein das Geschäft mit ihrem Kunden abschließt.

Das Risiko für den Factor ist hier besonders hoch. Beispielsweise könnte ein Betrugskunde nicht existierende Forderungen verkaufen. Daher wird bei einem stillen Factoring extrem gründlich geprüft, ob alle Daten stimmen und ob es sich um ein seriöses Geschäft handelt. Ist sich der Factor dennoch unsicher und bleibt ein Restrisiko bestehen, erhöht er auch die Sicherheiten. Das ist deshalb wichtig und notwendig, damit die wirtschaftliche Lage seines Kunden keinen Schaden nimmt.

Was unterscheidet das Factoring vom unechten Factoring? Beim Factoring kauft der Factor von seinem Kunden Rechnungen, die der Kunde gegenüber Dritten gestellt hat. Er kauft sie nicht zum vollen Rechnungspreis, sondern zu einem um einige Prozentpunkte verminderten Betrag. Mit dem Verkauf der Rechnung gehen sämtliche Rechnungsansprüche an den Factor über.

Der Factoring-Kunde hat so den Vorteil, dass er durch den Verkauf seiner Ansprüche langwierige Zahlungsziele finanziell überbrücken kann und für die Vorfinanzierung weitere Aufträge liquide bleibt.

Mit den Rechnungsansprüchen übernimmt der Factor aber auch das Ausfallrisiko (Delkrederrisiko). Zahlt der eigentliche Rechnungsempfänger, also der Kunde des Factoring-Kunden, seine Rechnung nicht, so muss der Factor den Verlust allein tragen.

Anders ist das allerdings beim unechten Factoring. Der Faktor übernimmt zwar die Rechnungsansprüche, jedoch nicht das Risiko bei Zahlungsausfall. Kann also ein Debitor des Factoring-Kunden nicht zahlen, so wird der Factoring-Kunde selbst vom Factor dazu aufgefordert, den Verlust zu übernehmen. Der Factor tritt hier also praktisch nur als Darlehensgeber seines Kunden auf und lässt sich den Kredit lediglich mit einer Forderungsabtretung seitens seines Kunden sichern. Mit dem unechten Factoring bietet der Factor einen Service an, der eigentlich zum Portfolio einer Hausbank gehört.

Das Fallgeld ist eine Art Steuer, die vor vielen Jahrhunderten geleistet werden musste, wenn ein Besitz durch einen Todesfall an eine andere oder mehrere andere Person übertragen wurde. Das Fallgeld entsprach somit der heutigen Erbschaftssteuer. Neben dieser Fälligkeit, musste das Fallgeld allerdings auch dann geleistet werden, wenn eine Liegenschaft durch Kauf den Eigentümer wechselte. Es ersetzte damals somit auch die Grunderwerbssteuer.

Der Begriff Fälligkeit kommt hauptsächlich aus dem Finanz- und Rechtswesen. Er bezeichnet den Zeitpunkt, ab welchem der Gläubiger seine Forderung geltend machen und einfordern kann. Für den Schuldner steht der Tag der Fälligkeit für jenen Zeitpunkt, an dem der offene Betrag bezahlt werden muss.

Wird die Fälligkeit nicht eingehalten und der offene Betrag nicht an den Gläubiger abgetreten, kann dieser das Mahnwesen bzw. rechtliche Schritte einleiten. Meist ist das mit erheblichen Mehrkosten für den Schuldner verbunden.

Der Fälligkeitstag ist jener Zeitpunkt, an dem eine offene Forderung beglichen werden muss. Vor allem bei Geschäften, die nicht bar abgewickelt werden, wird durch den Fälligkeitstag meist nicht genau definiert, ob das Geld zu diesem Zeitpunkt bei der Bank angewiesen werden oder sich bereits auf dem Konto des Gläubiger befinden muss.

Die Fälschungssicherung gehört zu den Hauptaufgaben der nationalen Zentralbanken. Hierbei geht es darum, Geld in der Produktion und im Umlauf vor Fälschung zu schützen.

Schon in der Herstellung werden Geldscheine daher mit bestimmten Sicherheitsmerkmalen versehen. Dazu gehören beispielsweise der Stichtiefdruck, die Wasserzeichen, der Sicherheitsfaden und viele mehr. Ist das Geld bereits im Umlauf werden verschiedene Prüfverfahren nach dem Geldwäschegesetz (GWG) angewandt.

Unter einem Förderkredit versteht man ein Darlehen, das vom Staat gefördert wird. Es gibt Darlehensprogramme der öffentlichen Hand, die Förderkredite zum Beispiel für die Anschaffung oder den Bau von selbst genutztem Wohneigentum, für Umbauten und Renovierungen oder für die ökologische Umgestaltung vorhandener Immobilien verfügbar machen. In der Regel ist ein Förderkredit an bestimmte Bedingungen gebunden.

In Deutschland wird der Förderkredit zum Beispiel von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder den einzelnen Landesbanken vergeben. Beantragen kann man einen Förderkredit jedoch ausschließlich über die eigene Hausbank oder ein anderes Kreditinstitut, niemals direkt bei der KfW oder der Landesbank. Dabei zeigt ein Förderkredit in der Regel einen deutlich niedrigeren Zinssatz als herkömmliche Darlehen oder Hypotheken. Unter bestimmten Bedingungen wird ein solcher Förderkredit für einen gewissen Zeitraum zinslos oder tilgungsfrei gewährt. Bevor man sich also Gedanken über die Finanzierung eines Bauvorhabens oder den Kauf einer Immobilie macht, sollte immer geprüft werden, ob ein Anspruch auf einen Förderkredit zugrunde gelegt werden kann.

Gleiches gilt auch für Renovierungsmaßnahmen. So werden zum Beispiel der Einbau von Fotovoltaikanlagen oder Solar- beziehungsweise Erdwärmeheizungen, die Dämmung von Dach und Fassade oder der Einbau neuer Fenster und Türen unter Umständen durch die Beantragung eines Förderkredits erheblich erleichtert und besser finanzierbar. Da es grundsätzlich möglich ist, einen Förderkredit auch mit anderen Darlehensformen zu kombinieren, ist eine Überprüfung der Vergabevoraussetzungen immer interessant.

Einen Förderkredit können auch Selbstständige oder Unternehmensgründer beantragen. Ein Informationsgespräch mit der eigenen Hausbank gibt Aufschluss über die Voraussetzungen, die in diesem Bereich für die Vergabe von Förderkrediten erfüllt werden müssen.

Als Finanzanlage bezeichnet man eine Investition, die ausschließlich der Vermögensvergrößerung und somit der Erzielung eines Gewinns dient. Meist handelt es sich hierbei um Investitionen in Wertpapiere  und Unternehmensanteilen.

Ein Ankauf von Immobilien oder Sachgütern wird nicht als Finanzanlage angesehen. Vielmehr aber zum Beispiel die Investition in Immobilienfonds. Wichtig ist die Finanzanlage vor allem dann, wenn sich ein Unternehmen damit wichtige Rücklagen schaffen möchte.

Der Begriff Finanzierung steht für das Aufbringen von finanziellen Mitteln, dem Kapital. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten der Finanzierung, die Eigen- und die Fremdfinanzierung.

Bei der Eigenfinanzierung wird Kapital aus eigenen Mitteln verwendet wie etwa Rücklagen oder andere Vermögensteile. Bei der Fremdfinanzierung handelt es sich um eine Kapitalanschaffung aus fremden Mitteln. Hierbei wird ein Kredit oder eine Darlehen bei einem Kreditinstitut aufgenommen, um damit die jeweilige Anschaffung zu finanzieren.

Von einer Finanzinvestition spricht man dann, wenn man sich durch eine Geldanlage am Kapitalmarkt Rücklagen schaffen möchte. Dies kann sowohl von einer natürlichen als auch von einer juristischen Person durchgeführt werden. Man spricht hierbei vom Finanzinvestor.

Meist arbeiten die privaten und geschäftlichen Anleger in der Form zusammen, dass die Privatperson Geld beim Unternehmen und das Unternehmen dieses Geld dann gebündelt am Kapitalmarkt anlegt. Der Grund dafür ist das meist mangelnde Fachwissen der Privatpersonen.

Eine Finanzkrise tritt bei einem totaler Zusammenbruch eines Finanzsystems, erkennbar durch den Rückgang von Vermögensteilen und den Ausfall der Zahlungsfähigkeit von Kreditinstituten und anderen großen Unternehmen ein.

Man unterscheidet Bankenkrisen, Finanzsystemkrisen, Währungskrisen und generelle Krisen. Diese unterscheiden sich in ihrer äußeren Erscheinung. Die bekanntesten Finanzkrisen waren die Wirtschaftkrise im Jahre 1857, die Gründerkrise um 1873, die große Weltwirtschaftskrise im Jahre 1929 und die aktuelle Finanzkrise aus dem Jahre 2008.

Bei der Finanzsanierung geht es darum, ein Unternehmen zahlungsfähig zu halten und einen Konkurs oder einen Ausgleich zu vermeiden. In den meisten Fällen funktioniert dies, indem man Unternehmenseigentum verkauft und Fremdkapital aufnimmt oder kurzfristige Kredite in langfristige Darlehen umwandelt.

Meist zieht eine Finanzsanierung auch personelle Änderungen und eine Optimierung der Unternehmensstruktur mit sich.

Der Fond stellt ein Sammelbecken von Geldern dar, die für ein Investment dienen. Eine Unterteilung besteht zwischen offenen und geschlossenen Fonds.

Die Varianten von offenen Fonds:

Spezialfonds und Publikumfonds

Bei den Spezialfonds handelt es sich um in Auftrag gegebene Fonds durch und für institutionelle Anleger. Laut Gesetz handelt es sich dann um einen solchen Fond, wenn nicht mehr als 30 Anleger darin investiert haben. Grundsätzlich ergeben Spezialfonds, welche ein Vermögen von nicht mehr als 10 bis 15 Millionen Euro besitzen, keinen Sinn bezüglich ihrer Wirtschaftlichkeit.

Publikumsfonds bestehen aus Anteilsscheinen, die von jedem gekauft werden können. Hierdurch hat eine breite Käuferschicht Zugang zu diesen Fonds.

Kapitalgesellschaften legen Fonds auf und bieten dadurch für private Anleger eine Gelegenheit, in verschiedene Wertpapiere zu investieren, wobei dies mit einem niedrigeren Kapitaleinsatz als bei einem Direktkauf möglich ist. Fondsanteile werden von der KAG ausgegeben, welche von einem Anleger erstanden werden können. Das durch den Anleger eingesetzte Kapital geht in das Sondervermögen des jeweiligen Unternehmens ein. Wertpapiere werden von diesem Sondervermögen gekauft.