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Als Dachfonds bezeichnet man ein Anlageprodukt aus dem Wertpapierbereich. Investoren können bei dieser Anlageform in viele verschiedene Ziel- oder Subfonds investieren. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, nicht nur inländische, sondern auch ausländische Investmentanteile zu erwerben.

Unter einem Dach sind viele Fonds wie beispielsweise europäische Aktienfonds, die europäischen Rentenfonds oder auch internationale Rentenfonds und andere zusammengefasst. Bildlich gesehen befinden sich unter einem Dach Räume, in diesem Falle die Subfonds. Ein Anleger kann in Subfonds investieren. Dies ist sowohl zu gleichen als auch zu unterschiedlichen Teilen möglich.

Möchte ein Investor sein Kapital breit streuen und gleichzeitig Chancen und Risiken seinen Wünschen entsprechend gewichten, so bietet dafür die Investition in Dachfonds die besten Möglichkeiten. Man sollte dabei jedoch beachten, dass die Diversifikation, also die Streuung des Kapitals, in maximal fünf Subfonds vorgenommen werden darf. Das Investmentgesetz schreibt vor, dass ein Zielfonds zwanzig Prozent des Dachfondsvolumens nicht überschreiten darf.

Die Investition in Dachfonds bietet dem Anleger verschiedene Vorteile. Neben der Möglichkeit, auch kleinere Beträge anlegen zu können, ist je nach Wunsch des Investors eine große Auswahl professionell gemanagter Fonds gegeben.

Die eventuell höheren Spesen- und Verwaltungskosten können einen gewissen Nachteil darstellen, den man beachten sollte. Des Weiteren werden durch standardisierte Risikoprofile nicht immer Anlegerwünsche berücksichtigt.

Der Begriff Dampfstube wird häufig für Unternehmen verwendet, die, meist aus dem Ausland agierend, Neukunden telefonisch oder via E-Mail akquirieren. Die entsprechende Erlaubnis für den Verkauf der Produkte besteht im Land des Kunden jedoch nicht.

Häufig bauen diese Unternehmen ein prämiengeführtes Netz von Mitarbeitern auf, die telefonisch Produkte, nicht selten auch Finanzprodukten, anbieten, und Kunden damit Geld entlocken wollen.

Gemäß § 488 ff Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) ist ein Darlehen ein Kredit, bei dem einem Kreditnehmer Bar- oder auch Buchgeld (Liquidität) unter der Bedingung der Erfüllung sämtlicher vertragsgemäßer Vereinbarungen bezüglich der ausgehandelten Laufzeit zur Verfügung gestellt wird. In „credere“, dem lateinischen Wort für Glauben und Vertrauen und „creditum“, was soviel wie Treue bedeutet, liegen die Ursprünge des Begriffs „Kredit“. Die Geldleihe stellt folglich in der Theorie eine Geldanleihe dar. Eine andere Variante besteht dabei im Sachdarlehen, wobei einem Kreditnehmer ein ausgehandeltes Entgelt für eine vertretbare Sache überlassen wird und dies über einen ebenfalls festgelegten Zeitraum. Tritt die Fälligkeit ein, so ist der Darlehensnehmer verpflichtet, das Entgelt in gleicher Menge und Art zu entrichten.
 
Der Abschluss eines Darlehensvertrages ist die Voraussetzung für die Aufnahme von einem Darlehen. Durch zwei gegenläufige Willenserklärungen kommt ein solcher Vertrag über das Schuldrecht zusammen. Einige der Punkte eines solchen Abkommens sind unter anderem:

  • Laufzeit
  • Darlehenshöhe
  • Darlehensart
  • Rückzahlungsart
  • Kosten
  • Gerichtsstand
  • Besicherung
  • Kündigungsmöglichkeiten
  • Anerkennung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen

Die Vorgaben zum Verbraucherdarlehensvertrag (§ 491 ff BGB) gelten bei Darlehen für private Haushalte.

Die Bonität und die Dauer eines Kredits ist dafür verantwortlich, welche Konditionen für den Darlehensnehmer gelten werden. Es wird also vom Kreditgeber die Kreditwürdigkeit des Antragsstellers geprüft. Darlehen werden in kurz-, mittel- oder langfristige Finanzierungen unterschieden.

Als nachrangiges Darlehen werden Darlehen bezeichnet, die nach bereits vorhandenen Grundpfandrechten in das Grundbuch eingetragen werden und daher in der Rangfolge untergeordnet sind.

Finanzierungen per Nachrangdarlehen sind teurer als erstrangige Darlehen. Wenn man einen Immobilienkredit benötigt und wenn im Grundbuch bereits Grundpfandrechte eingetragen sind, kommt ein nachrangiges Darlehen in Betracht. Da der Kreditgeber im Fall der Fälle erst nach den erstrangigen Darlehen befriedigt wird, ist diese Finanzierungsform für ihn riskanter und daher teurer als erstrangige Darlehen. Außerdem ist es von Haus aus schwierig, ein Kreditinstitut zu finden, das eine Finanzierung genehmigt.

Meist wird in diesen Fällen von mehreren möglichen Faktoren ausgegangen, unter anderem einer Prüfung des Verkehrswertes und Vorbelastung durch eine bestehende Hypothek. Bis zu einer Vorbelastung von ca. 40 Prozent des Verkehrswertes fallen die Zinssätze noch recht gut aus, aber über diesen Wert hinaus wird es schwierig und teuer.

Es gibt zwei Formen variabler Darlehen, das Flex-Darlehen und das Flex-Plus-Darlehen. Bei einem Flex-Darlehen werden die Zinsen auf kurze Zeit festgeschrieben. Es besteht die Möglichkeit einer vollständigen Sondertilgung. Da der Zins jedes Quartal an den aktuellen Marktzinssatz angepasst wird, kann es sein, dass man von Zinssenkungen profitieren kann.

Der Marktzinssatz Eurobior richtet sich nach dem Leitzinssatz der Europäischen Zentralbank. Dieser wird täglich in der Zeitung veröffentlicht. Ein Flex-Darlehen kann man jederzeit in ein Festzinsdarlehen umwandeln. Beim Flex-Plus-Darlehen profitiert man noch von einer langjährigen Kalkulationssicherheit, da es eine Zinsobergrenze hat. Die Mindestdarlehenssumme von 40.000 Euro kann nur von Beamten, Angestellten und Freiberuflern beantragt werden. Hohe Bonitätsanforderungen und ein maximaler Beleihungsauflauf schränken die Kundenklientel zusätzlich ein.

Der Darlehensrechner ist eine bestimmte Software, die es Otto Normalverbraucher ermöglicht, mit Hilfe der Eingabe von nur wenigen Eckdaten, Kredithöhe, Kreditlaufzeit oder die monatlichen Rückzahlungsraten zu errechnen.

Darlehensrechner werden bereits von sehr vielen Banken und Kreditinstituten online zur Verfügung gestellt. Auch unabhängige Finanzdienstleister bieten diese Features häufig online oder als Download an.

Der Begriff Dauerauftrag kommt aus dem Bankenwesen und bezeichnet eine regelmäßige Überweisung eines vorher festgelegten Betrages. Der Dauerauftrag wird einmalig vom Zahler veranlasst und kann auch nur von diesem wieder aufgelöst oder gestoppt werden.

Das Gegenteil vom Dauerauftrag ist der Abbuchungsauftrag. Hierbei erteilt der Zahlende dem Zahlungsempfänger die Vollmacht. Beträge, beliebiger Art, vom Konto abzubuchen. Dies kommt vor allem bei laufenden Zahlungen, wie etwa Telefon, Internet oder Strom zum Tragen. Eine Sonderform des Dauerauftrags ist der Abschöpfungsauftrag. Dieser wird zwar, wie auch der klassische Dauerauftrag, vom Zahlenden veranlasst. Hier wird allerdings nicht ein bestimmter Betrag, sondern ein bestimmter Mindestkontostand vereinbart, bis zu diesem das Konto „abgeschöpft“ wird. Es wird in diesem Falle als der Differenzbetrag auf ein anderes Konto überwiesen.

Der DAX “Deutscher Aktien Index” ist der aktuell wichtigste Aktienindex in Deutschland. Er wurde im Jahre 1959 ins Leben gerufen und bildet heute die 30 renommiertesten und wirtschaftlich stärksten Unternehmen Deutschlands ab, die so genannten „Blue-Chips“.

Neben dem DAX haben sich in den letzten Jahren auch zahlreiche weitere Indizes entwickelt. So gibt es beispielsweise seit dem Jahre 1994 den DAX 100, seit 1996 den MDAX und seit einiger Zeit auch den SDAX, TecDax und den EURO STOXX 50.

Die Debitkarte oder EC Karte ist eine, meist aus Hartplastik hergestellte, Karte, die das bargeldlose Zahlen und das Abheben an Geldautomaten ermöglicht. Die Debit oder EC Karte steht meist in direktem Zusammenhang mit einem Girokonto. Alle Zahlungen und Abhebungen, die mit der Debitkarte getätigt werden, werden umgehend mit dem Konto gegengerechnet.

Das Gegenstück zur Debit oder EC Karte ist die Kreditkarte. Diese ermöglicht zwar ebenfalls das bargeldlose Bezahlen und das Beheben an Geldautomaten, wird jedoch nicht umgehend, sondern erst nach einer vereinbarten Frist gegenverrechnet. Hierbei kann man entweder einen Abbuchungsauftrag bei einem bestimmten Girokonto abgeschlossen haben oder den Betrag frei überweisen.

Unter der Deckung versteht man die Absicherung gegen das Ausfallsrisiko von Darlehens- oder Kreditrückzahlungen. Eine Deckung kann entweder aus entsprechenden Vermögensanlagen bestehen oder aber auch durch festgelegte Werte gestaltet werden. So kann zum Beispiel auch die Haftung eines Dritten im Falle eines Zahlungsausfalls als Deckung herangezogen werden. In diesem Falle spricht man von einer Bürgschaft.

Die Deutsche Börse hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung und dem Betrieb unterschiedlicher Handelsplattformen. Sie ist Betreiber der Frankfurter Wertpapierbörse und zudem selbst im DAX gelistet.

In den letzten Jahren fanden zahlreiche Fusionierungen zwischen der Deutschen Börse und anderen Börsen statt, so zum Beispiel mit dem London Stock Exchange, dem Euronext, dem SIX Swiss Exchange oder der Borsa Italiana.

Bei Devisen handelt es sich um Buchgeld in ausländischen Währungen. Im Gegensatz zu Bargeld handelt es sich bei Buchgeld um Kapital, das sozusagen auf dem Papier existiert. Dazu gehören beispielsweise Bankguthaben, Schecks, Wechsel und ähnliches. Dienten Devisen ursprünglich dazu, Zahlungen im Ausland vorzunehmen, sind sie inzwischen auch Handelsinstrument geworden.

Der Devisenhandel läuft nicht über das Börsenparkett, sondern wird telefonisch über einen Broker oder über Computersysteme abgewickelt. Der internationale Devisenhandel, auch Forex Trading genannt (Forex steht für Foreign Exchange), hat ein tägliches Handelsvolumen von etwa 1,5 Billionen US-Dollar, ein äußerst schnelllebiger Markt, der weltweit rund um die Uhr aktiv ist. Hier können auch Privatanleger schon mit recht kleinen Investitionen einsteigen. Obwohl  eine Investition in Devisen immer sehr kurzfristig und zudem noch äußerst spekulativ ist, setzen immer mehr Anleger darauf. Immerhin ist es möglich in sehr kurzer Zeit sehr hohe Gewinne zu erzielen – das Risiko, erhebliche Verluste zu erleiden, ist jedoch genauso groß. Der Devisenkurs bezeichnet das Verhältnis von zwei Währungen zueinander, die Währungen können demnach nur paarweise gehandelt werden. Beim Devisenhandel spekuliert der Anleger darauf, in welche Richtung sich eine bestimmte Währung entwickelt. Währungen, die besonders häufig gehandelt werden sind der US-Dollar, der japanische Yen oder der Euro. Auch starke Währungen wie das Britische Pfund oder Schweizer Franken sind sehr gefragt.

Vielfach werden Online-Seminare angeboten, um dem Laien den Einstieg in den Forexhandel zu erleichtern und ein Gespür für den Markt zu entwickeln. Mit einem kostenlosen Demokonto können die ersten Schritte im Devisengeschäft geübt werden, ohne tatsächliche Verluste einstecken zu müssen.

Beim Devisentermingeschäft wird eine verbindliche Vereinbarung getroffen, die den Tausch zweier Währungen zu einem bestimmten, vorher fixierten, Zeitpunkt festlegt. Meist liegt der Termin für den Devisentausch zwei Tage bis zu einem Jahr in der Zukunft. Der Kurs des Devisentermingeschäfts ist an den Kurs zum vereinbarten Termin gebunden. Die Differenz zwischen dem Kassa- und dem Terminkurs wird Aufschlag oder Abschlag bezeichnet.

Ein Dispositionskredit ist die Überziehung eines Girokontos. Bei Unternehmen wird dieser Überziehungskredit auch als Kontokorrentkredit bezeichnet. Ein Dispositionskredit bzw. Kontokorrentkredit, welcher eingeräumt ist, ist immer zinsgünstiger als eine geduldete Überziehung. Während bei einem genehmigten Dispositionskredit Zinsen von ca. 8% – 13% eingeräumt werden, ist bei der geduldeten Überziehung ein Zinssatz von über 18% möglich.

Viele Kreditinstitute sind daher bemüht, Ihren Kunden bei zu hoher Überziehung einen Ratenkredit als Umschuldung anzubieten. Der Zinssatz ist hier wesentlich geringer.

Bei der Auswahl des Kreditanbieters zur Umschuldung von Ihrem Dispositionskredit, sind Sie nicht gezwungen den Ratenkredit Ihrer Hausbank in Anspruch zu nehmen. Führen Sie einen auf Ihre Bedürfnisse angelegten Kreditvergleich durch und wählen Sie nach Ihren eigenen Kriterien Ihren bevorzugten Anbieter aus.

Die Geschichte des Dow Jones Industrial Average (DJIA)

Charles Dow, geboren 1851 und Edward Jones, geboren 1856, waren die Gründer des Wall Street Journal, dass noch heute ein Bestandteil des Informationswesens auf dem Kapitalmarkt ist. Der Vorgänger des Dow-Jones-Index war der erste US-amerikanische Aktienindex. Ziel von Charles Dow war es, damit eine Beurteilung der Kursschwankungen von US-amerikanischen Aktien zu schaffen. Er nannte seine Auswertungen den Dow-Jones-Average und veröffentlichte sie erstmals am 3.7. 1884 im „Customers Afternoon Letter“.

Unter den elf für die Bewertung herangezogenen Unternehmen befanden sich neun Eisenbahngesellschaften, eine Dampfschifffahrtgesellschaft und die Western Union, eine heute noch renommierte Geldtransfergesellschaft. Heute besteht der Dow-Jones-Index aus den dreißig bedeutendsten Unternehmen der Vereinigten Staaten. Neben dem ebenfalls noch existierenden Dow Jones Transportation Average ist der Dow Jones Index an der New Yorker Börse der älteste Aktienindex der USA.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde mit fortschreitender Industrialisierung eine Erweiterung und Spezialisierung notwendig. Charles Dow richtete für den Industriebereich den Dow Jones Industrial Average, der in Europa als Dow-Jones-Index bekannt ist, ein. Erstmals veröffentlicht wurde der Dow-Jones-Index bereits mit der Ausgabe des Wall Street Journal am 26.Mai 1896. Von den damals untersuchten Unternehmen befindet sich aktuell nur noch General Electric im Dow Jones. Der Dow Jones hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Weltkriege, Weltwirtschaftskrisen, Terroranschläge und Klimakatastrophen wirken sich immer auch an der Börse aus. Es gibt einige wichtige Meilensteine in der Entwicklung des Dow Jones. Mit 100,25 Punkten stieg der Index im Jahr 1906 erstmals über die 100-Punkte-Grenze. Die 1.000-Punkte-Grenze wurde im Jahr 1972 und die 10.000-Punkte-Grenze im Jahr 1999 erreicht.